Urgetreide in Tännesberg: Fördert die Artenvielfalt und schmeckt zur Weihnachtszeit

Wolfgang Spickenreither verarbeitet in seiner Bäckerei lokal angebautes Urgetreide (Bild: Markt Tännesberg)

In seiner Bäckerei im Markt Tännesberg verarbeitet Wolfgang Spickenreither bereits seit über 15 Jahren Urgetreide wie Emmer und Dinkel. Neben verschiedenen Broten und Semmeln gibt es in der Weihnachtszeit auch eigens kreierte Lebkuchen, Stollen und Plätzchen aus Emmer.

Das Besondere daran: Ein Teil des Emmergetreides wird von einer Landwirtin direkt vor Ort in Tännesberg angebaut und leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt. So wird nicht nur eine alte Getreidesorte erhalten und in Wert gesetzt, sondern es wird auch Lebensraum bedrohte Arten geschaffen. Denn: Die extensiv bewirtschafteten, mit vergrößertem Reihenabstand angebauten Getreidefelder dienen als Lebensraum für zahlreiche Schmetterlings- und Insektenarten.

Der Anbau von Urgetreide ist Teil des mittlerweile beendeten Bayern.Netz.Natur-Projekts "Artenhilfsmaßnahmen für das Rebhuhn in der Tännesberger Flur", welches 1999 startete. Leider konnte seit 2017 kein Rebhuhn mehr nachgewiesen werden. Dennoch kommen die geschaffenen Strukturen heute vielen anderen bedrohten Arten zu Gute.

05.12.2019

Regierungsbezirk: Oberpfalz